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22.07.2021, 18:57
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Es geht wieder los!

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Die österreichische Fußball Bundesliga startet am Freitag, dem 23.07.2021, mit Schlagerspiel SK Sturm Graz gegen den FC Red Bull Salzburg in die Saison 2021/22. Im folgenden Artikel beschäftigen wir uns mit den Ausgangslagen der verschiedenen Vereine und am Ende findet ihre eine Abstimmung, in welcher ihr über den zukünftigen Meister abstimmen könnt.

Der Teamcheck:

FC Red Bull Salzburg:
Die Bullen, was kann man zu ihnen mehr sagen als "absoluter Titelfavorit"?
Nun ja, heuer so einiges! Die Salzburger gehen wie in den Jahren davor als Titelaspirant Nr. 1 in die Saison, sei es das Management, die Infrastruktur, das Scouting oder nicht zuletzt die finanziellen Mittel, alles spricht in der Bundesliga für die Mozartstädter, doch Fußball wäre nicht Fußball, wenn nicht für die anderen Vereine in Österreich etwas möglich wäre gegen den Meister. Die Abgänge von Daka, Mwepu, Ramalho, Ashimeru, Okugawa oder Stankovic eröffnen für die jungen Spieler neue Möglichkeiten bzw. Chancen, wie schnell sie jedoch wirklich eingespielt sein werden, wird sich zeigen. Je länger das dauert und dazu noch die Dreifachbelastung könnten für den ein oder anderen Konkurrenten einen Vorteil darstellen. Man darf gespannt sein!

SK Rapid Wien:
Die Hütteldorfer sind wie in der letzten Saison und auch in den Jahren davor vom Start weg der "Bullenjäger" Nr. 1. Die Grün-Weißen haben sich in diesem Sommer qualitativ nicht verschlechtert, Ex-Kapitän Dejan Ljubicic, welcher in der vergangenen Saison eher durch inkonstante Leistungen aufgefallen ist, wurde durch seinen Bruder Robert ersetzt, welcher vom SKN St. Pölten in die Hauptstadt gewechselt ist. Alleine seinem Auftritt in der Champions League Qualifikation gegen Sparta Prag zu deuten, kann man sich in Wien-Hütteldorf einiges vom jüngeren der beiden Brüder erwarten. Ähnliches gilt für Marco Grüll, der von der SV Ried zu Rapid gewechselt ist. Kann er an seine Leistungen vom Vorjahr anknüpfen bzw. diese noch verbessern, ist er definitiv einer der besten Flügelspieler der Liga. Der Abgang von Yusuf Demir tut zwar weh, allerdings ist das junge Supertalent für mehr als "nur" die österreichische Bundesliga und Rapid bestimmt und von daher kann man ihm nicht böse sein, zumal er in der vergangenen Saison auch aufgrund von fehlenden Spielminuten nicht den ganz großen Impact auf das Spiel der Hütteldorfer gehabt hat. Kurzgesagt: Ein konstant stark spielendes, von Verletzungen verschontes Rapid könnte den Bullen gefährlich werden, im Laufe der Saison wird sich weisen, ob Grün-Weiß nun wirklich zur Mission 33 ansetzten kann oder nicht!

SK Sturm Graz:
Die "Schwoazen", wie sie liebevoll von ihrer Anhängerschaft genannt werden, waren in der abgelaufenen Saison zweifelsohne die Überraschung schlechthin. Die Grazer überzeugten über weite Strecken der Spielzeit mit erfrischendem Offensivfußball, vor allem in der Hinrunde mit einer bärenstarken Defensive und folglich konstant guten Ergebnissen. Am Ende sollte der 3. Platz und die damit verbundene fixe Qualifikation für die UEFA Conference League werden, was jedoch noch mit einem eventuellen Einzug in die UEFA Europa League getoppt werden könnte, sollte das Playoff überstanden werden. So weit, so gut. Was darf man von den Steirern in dieser Saison erwarten? Abgänge gab es bis auf den zum FSV Mainz 05 zurückkehrenden David Nemeth keine nennenswerten, mit Sakaria (Austria Wien), Prass und Affengruber (Liefering bzw. RB Salzburg) verstärke man den Kader punktuell und vor allem mit jungen, hungrigem Akteuren. Trainer Christian Ilzer geht in seine zweite Saison in Graz, seine Idee wird noch stärker von den Spielern verinnerlicht werden und beiden letzten Auftritte (Freundschaftsspiel gegen Roter Stern Belgrad 1:1 und der 9:0 Erfolg gegen Stadl Paura im Cup) lassen auf eine erfolgreiche Saison hoffen, hält man es mit den Grazern. Meisterschaft? Die Chancen sind vermutlich höher als in den letzten knapp 10 Jahren, aber für den ganz großen Coup müssten wohl Geburtstag, Weihnachten und Ostern zusammenfallen, aber Fußball wäre nicht Fußball, wenn nicht hie & da das Unmögliche möglich gemacht wird.

LASK:
Der LASK. Die Linzer waren in den letzten beiden Saisonen, im Speziellen national vor zwei Jahren und international in der vergangenen Saison eine echte Macht. Kein Verein in Österreich wollte gern gegen die Stahlstädter spielen, zu unangenehm war ihr Pressing, zu flink ihre schnellen Spieler und zu beängstigend ihr Teamgeist. Diese Eigenschaften zeichnen den LASK heute noch aus, wobei er speziell in der letzten Saison etwas an Wucht und an Ehrfurcht verloren hat. Die Linzer sind aber nach wie vor ein Top-Team der Bundesliga, können an einem guten Tag jeden anderen Verein schlagen und in einer perfekten Saison auch ganz oben anklopfen, die Verpflichtungen von Flecker, Monschein und Maresic tragen ebenso dazu bei. Aktuell steht Kapitän Gernot Trauner bei Feyernoord hoch im Kurs, wechselt er in die Niederlande, wird es für den LASK schwer, an gezeigte Leistungen anzuknüpfen, im Sinne einer spannenden und ausgeglichenen Saison bleibt es aber zu hoffen, dass dieser eventuelle Abgang kompensiert werden kann.

Wolfsberger AC:
Der WAC ist immer für Überraschungen gut. Die vergangenen Saisonen waren durchwegs sehr positiv, gekrönt wurden sie mit den Auftritten in der UEFA Europa League und dem beständigem Ärgern der "großen" Vereine in Österreich. Mit Robin Dutt haben die Lavanttaler einen sehr prominenten Mann an ihrer Seitenlinie stehen, Kapitän Liendl verlängerte seinen Vertrag und wird nach wie vor die Strippen im Spiel der Kärntner ziehen. Wie schwer der Abgang von Dejan Joveljic (Leihende und Rückkehr zu Eintracht Frankfurt) wiegt, wird man erst im Laufe der Saison sehen. Den Kärntnern ist das obere Playoff definitiv zuzutrauen, auch ein internationaler Startplatz ist im Bereich des Möglichen, für viel mehr wird es ob der starken Konkurrenz nicht reichen. Jedoch können genau solche Teams wie der WAC das Züglein an der Waage sein, wenn sie im Saison Endspurt den ein oder anderen Titelkandidaten ärgern.

WSG Tirol:
Die WSG Tirol ist ein "Spezialfall" im österreichischen Fußball. Die Tiroler stiegen in der Saison 2019/20 sportlich aus der Bundesliga ab, hielten jedoch die Klasse, weil der SV Mattersburg Insolvenz anmeldete und sich in weiterer Folge auflöste. In der Folgesaison (2020/21) spielte Wattens einen erfrischenden, von Baden Frederiksen (Ex-Stürmer der Tiroler, Leihende und Rückkehr zu Juventus Turin) getragenen Offensivfußball und kam sogar ins obere Playoff. Was heuer für die Wattener drin sein wird, kann man schwer voraussagen. Das liegt einerseits an den Abgängen und andererseits natürlich an den Zugängen, die in Österreich teilweise noch unbeschriebene Blätter sind. Läuft bei den Tirolern allerdings ähnlich wie in der Vorsaison alles zusammen, werden sie mit dem Abstieg vermutlich nichts zu tun haben.

TSV Hartberg:
Die Hartberger sind mit Sicherheit der Verein, der sich am ehesten Provinzklub nennen darf. Was im Umkehrschluss jedoch nicht heißt, dass sie ein schwaches Team sind! In der Saison 2019/20 spielten die Oststeirer sogar im oberen Playoff mit, knöpften den anderen Vereinen den ein oder anderen Punkt ab und am Ende durfte man sich sogar als die fußballerische Nummer 1 in der Steiermark bezeichnen, in der abgelaufenen Saison wurde das untere Playoff gewonnen, im direkten Duell mit der Wiener Austria zog man jedoch den Kürzeren. Für die kommende Saison ist wieder etwas drin für die Steirer, wenn sie sich auf ihre eigenen Stärken konzentrieren und vor allem der Verlust von Trainer Markus Schopp aufgefangen werden kann. Gelingt das, werden Hartberger höchstwahrscheinlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Erster Härtetest?
Kommenden Samstag, 24.07.2021, auswärts gegen den SK Rapid!

FK Austria Wien:
Die Austria. Ein ganz eigenes Kapitel. Die Bezeichnung "gefallener Riese" trifft es wahrscheinlich am besten. Die Veilchen waren der letzte Meister der österreichischen Bundesliga, der nicht das Red Bull Logo auf dem Trikot getragen hat, damals kamen sie sogar in die Gruppenphase der UEFA Champions League und scheiterten nur denkbar knapp an einem historischen Aufstieg ins Achtelfinale. Seither sind 8 Jahre vergangen und, weil wir schon bei Bezeichnungen sind, die Bezeichnung "Misswirtschaft" trifft es auch hier gut. Finanziell stehen die Violetten schlechter da als je zuvor, nur mit Ach und Krach und dem guten Willen von Raimund Harreither sei dank, dass es einen der traditionsreichsten und erfolgreichsten Vereine Österreichs noch gibt. Ein etwaiges Insolvenzverfahren konnte gerade noch abgewendet werden. Sportlich hat die Austria bei weitem nicht mehr das zu bieten, was sie einmal war, zu klamm sind die Taschen und (leider) noch zu ungewiss ihre Zukunft. Eine junge, zusammengewürfelte Mannschaft und der neue Trainer Manfred Schmid werden versuchen, das Minimalziel am Verteilerkreis zu erreichen und zumindest im oberen Playoff mitzuwirken. Doch auch dieses Vorhaben könnte schwerer zu erreichen sein, als man annimmt. Eine Saisonprognose ist schwer, jedoch kann man sich als Fußballfan in Österreich nur wünschen, dass die Austria in Zukunft wieder eine gewichtigere Rolle einnehmen wird.

SV Ried:
Die SV Ried ist ein sehr schwer einzuschätzender Verein, zu inkonstant waren ihre Leistungen und zu viele neue Spieler stellten die Innviertler in diesem Transfersommer vor. Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass sich die Oberösterreicher im unteren, dem Abstiegs-Playoff, wiederfinden werden, jedoch ist man gewillt zu sagen, es wäre schade, würden die Wikinger wieder den Schritt in die Zweitklassigkeit antreten müssen, da sie jahrelang eine fixe Größe in der österreichischen Fußballlandschaft waren und eigentlich auch sind. Wir drücken den Riedern die Daumen, dass sie eine halbwegs ruhige Saison vor sich haben.

SCR Altach:
Der SCR Altach hält im Ländle die Fahnen hoch! Die Vorarlberger sind bereits seit mittlerweile 8 Jahren in der Liga und haben sich, vor allem im infrastrukturellen Bereich enorm weiterentwickelt. Sportlich gesehen sind sie eine kleine Wundertüte, nimmt man die letzten Saisonen her. Die Altacher besitzen (laut Transfermarkt) einen der schwächeren Kader der Bundesliga, die Abgänge von Führungsspieler Manfred Fischer oder Verteidiger Emir Karic (Darmstadt) wiegen schwer. Es bleibt zu hoffen, dass Trainer Damir Canadi eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken kann, damit auch heuer die Klasse gehalten werden kann.

Admira Wacker:
Die Admira ist für viele der Abstiegskandidat Nummer 1. Zu durchwachsen, teilweise zu schwach waren die vergangenen Spielzeiten, irgendwie konnten sich die Niederösterreicher trotzdem in der Liga halten. Unter Neo Coach Andreas Herzog wird es vor allem darauf ankommen, die jungen Spieler einzubauen und in weiterer Folge ein Team zu formen, welches konkurrenzfähig ist. Wir wünschen dem Team viel Erfolg und einen vorzeitigen Klassenerhalt.

SK Austria Klagenfurt:
Der SK Austria Klagenfurt ist ein Aufsteiger, wie man ihn sich wünscht! Hauptstadtklub, top Stadion, Fans hinter sich, finanziell abgesichert und endlich zurück im Oberhaus! Eine Einschätzung fällt hier schwer, da die Vergleichswerte zu den anderen Bundesligisten schlicht fehlen. Rein vom Gefühl her, von der Dynamik rund um den Verein und vom Kader her kann man damit rechnen, dass die Kärntner nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden, das obere Playoff wird vermutlich doch zu weit weg sein. Ein gesicherter Nichtabstiegsplatz ist das Ziel und dieses Ziel kann man getrost als realistisch erachten.

Wir freuen uns auf eine spannende Saison mit euch auf fan.at!
Im Anschluss findet ihr die Umfrage.

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